1780 ging La Fayette an Bord der Hermione, einer Fregatte, die einige Monate zuvor im Marinearsenal von Rochefort gebaut worden war. Er eilte der jungen amerikanischen Nation zur Hilfe, die für ihre Unabhängigkeit kämpfte.
1997 begann nun in Rochefort mit dem Nachbau der Hermione mitten in dem ehemaligen Marinearsenal ein neues Abenteuer. Die Werft steht für das Publikum offen, so dass die Arbeit der Zimmerer, Tischler und Schmiede mitverfolgt werden kann.
Auf Initiative der Stadt Rochefort und dem "Centre international de la Mer", einem innerhalb der "Corderie royale" (Königlichen Seilerei) befindlichen Kulturzentrum, wurde Ende 1992 der Verein Hermione-La Fayette gegründet, der mit der Leitung des Projekts betraut ist.
Zurzeit arbeiten ungefähr vierzig Personen innerhalb von verschiedenen Teams und Berufsgruppen - Zimmerer und Schmiede, aber auch Touristenführer und Empfangskräfte, Ingenieure und Verwaltungsangestellte - an der Umsetzung dieses menschlichen und technischen Abenteuers.
Wie im 18. Jahrhundert wird der Schiffsrumpf komplett aus Eichenholz gefertigt, das hauptsächlich aus Westfrankreich stammt. Die gekrümmten Bauteile werden in den meisten Fällen direkt aus der Holzmasse herausgeschnitten, nur einige, weniger dicke, Teile werden über Dampf gehalten und dann gebogen. Die Fixierung geschieht mit Dübeln und Nägeln aus Bronze.