Urlaub in Frankreich - Der Tourismus in Charente-Maritime : hotel, campingplatz, Fort Boyard, La Rochelle, La Palmyre, Royan, Iles de Ré, Oléron...
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Die Gironde-MÜndung

Die 75 km lange und 12 km breite Gironde-Mündung mit einer Fläche von 635 km2 ist die größte Trichtermündung Europas. Flussabwärts wird der maritime Bereich der Gironde-Mündung durch die Landzungen "Pointe de Suzac" und "Pointe de Grave" markiert. Die Landzunge "Pointe de la Négade", der Leuchtturm von Cordouan und Bonne-Anse begrenzen das äußerste Ende der Mündung. Flussaufwärts kommt zunächst der untere Abschnitt, dann der obere Abschnitt (oder die Inselzone) der Trichtermündung. Noch weiter flussaufwärts beginnt der fluviale Bereich der Mündung.

Ein geschichtsträchtiger Wasserweg

Als Tor zur Stadt Bordeaux ist die Gironde-Mündung ein geschichtsträchtiger Wasserweg. Nachdem Henri Plantagenêt den englischen Thron bestiegen hatte, wurde die Mündung drei Jahrhunderte lang zur Seeverbindung zwischen England und der Region Aquitaine. Zahlreiche Konflikte sowie heftige Kämpfe zwischen den Freibeutern spielten sich hier ab. Um die Hautstadt der Region Gironde zu schützen und den Zugang zu ihr zu gewährleisten, wurden verschiedene militärische und maritime Bauten errichtet wie insbesondere die im 13. Jahrhundert erbaute tour de Cordouan , der älteste Leuchtturm Frankreichs.

Störe und Fauna

Das Ökosystem der Gironde-Mündung ist gekennzeichnet durch eine kleine Anzahl an Arten, die aber eine große Anzahl von Individuen aufweisen. Hier gibt es weiße Garnelen, Sandgrundeln (einheimische Fischart) und Störe. Bei Letzteren handelt sich übrigens um die einzige natürlich vorkommende Störart in ganz Westeuropa. In den 20er Jahren begann man mit der Produktion von Kaviar, die in den 50er Jahren bis zu 5 Tonnen erreichte. Heute ist diese vom Aussterben bedrohte Tierart geschützt. Die Gironde-Mündung ist auch ein sehr wichtiger Ort für Zugvögel und viele Vögel nisten hier. Man kann Fischreiher, Kormorane, Lachmöwen usw. antreffen.

 
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